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Krankenversicherung

Die medizinische Versorgung in Deutschland ist sehr gut. Das deutsche Gesundheitswesen zählt zu einem der besten der Welt. Sollten Sie in Deutschland medizinische Versorgung benötigen, müssen Sie sich keine Sorgen machen.

Grundsätzlich sind alle Studierende (deutsche und internationale) krankenversicherungspflichtig. Diese Versicherung kann bei fast jeder gesetzlichen Krankenkasse in Deutschland abgeschlossen werden. Monatlich muss ein Beitrag von ca. 65€ gezahlt werden.

Ohne den Nachweis einer Krankenversicherung ist eine Einschreibung an einer Hochschule nicht möglich. 

Der Versicherungsschutz für Studierende wird erst zum Zeitpunkt der Immatrikulation wirksam. Wer also beispielsweise an einem vorbereitenden Deutschkurs teilnimmt und aus dem Heimatland für Deutschland keinen ausreichenden Schutz mitgebracht hat, ist in der Zeit von Beginn des Kurses bis zur Einschreibung nicht krankenversichert. Es besteht die Möglichkeit, bei einer privaten Krankenversicherung kurzfristig eine Versicherung abzuschließen. Nähere Informationen erteilt das Akademische Auslandsamt auf Anfrage.

Studierende aus der EU, Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz

Studierende aus den o.g. Staaten benötigen aus ihrem Heimatland die Europäische Krankenversicherungskarte (European Health Insurance Card, kurz: EHIC). Sie müssen keine deutsche Krankenversicherung abschließen, sich jedoch den Versicherungsschutz bescheinigen lassen. Dazu wird die EHIC bei einer beliebigen deutschen Krankenversicherung vorgelegt, welche die Bescheinigung zur Immatrikulation ausstellt.

Studierende aus Abkommensstaaten

Einige Staaten (z.B. die Türkei oder Kroatien) haben mit Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen, bei dem die Krankenversicherung aus dem Ausland anerkannt wird und keine weitere Krankenversicherung in Deutschland abgeschlossen werden muss. Dazu benötigen Studierende eine Bescheinigung über ihren Sachleistungsanspruch, um die Krankenversicherungsbescheinigung für die Einschreibung an der Hochschule zu erhalten. Sie sollten sich an eine der gesetzlichen Krankenkassen wenden, welche nach Vorlage der Bescheinigung über ihren Sachleistungsanspruch eine Bescheinigung über den Krankenversicherungsschutz für die Immatrikulation ausstellt.

Ob Ihr Land ein Sozialversicherungsabkommen mit Deutschland hat, finden Sie unter diesem Link.

Andere Internationale Studierende

Für Studierende, die noch keine 30 Jahre alt sind und nicht aus einem der o.g. Staaten kommen, ist nicht sicher, ob ihr Krankenversicherungsschutz aus dem Heimatland in Deutschland anerkannt wird. Dies klären Sie mit einer beliebigen deutschen Krankenkasse. Ist der Schutz ausreichend, stellt die deutsche Krankenkasse Ihnen eine Bescheinigung über den Versicherungsschutz aus, der notwendig für die Immatrikulation an der Hochschule ist.

Ist der Schutz nicht ausreichend, müssen Sie sich in Deutschland bei einer beliebigen Krankenkasse gesetzlich krankenversichern.  Für die Versicherung benötigen Sie Ihre Zulassungsbescheinigung der deutschen Hochschule sowie eine deutsche Bankverbindung. Zur Einschreibung an der Hochschule sowie für das Ausländeramt erhalten Sie die nötigen Krankenversicherungsbescheinigungen.

Die Adressen der Krankenkassen finden Sie im Telefonbuch oder in den Gelben Seiten: www.telefonbuch.de bzw. www.gelbeseiten.de.

Ausnahmen für die studentische Versicherungspflicht

Für folgende Personengruppen besteht die gesetzliche studentische Versicherungspflicht nicht:

  • Gaststudierende
  • Teilnehmerinnen und Teilnehmer an deutschen Sprachkursen
  • Studierende, die das 30. Lebensjahr oder das 14. Fachsemester überschritten haben.

Diese Personen können nur eine private Krankenversicherung abschließen. Die monatlichen Beiträge sind etwas höher und liegen zwischen 50 bis 80 Euro pro Monat. Wenn man eine private Krankenversicherung abschließt, muss bei der Immatrikulation eine Bescheinigung von einer gesetzlichen deutschen Krankenkasse über das Entfallen der Versicherungspflicht vorgelegt werden.

Private Haftpflichtversicherung

Für Personen- und Sachschäden, welche man verursacht, haftet man nach allgemeinen Haftungsgrundsätzen selbst. Missgeschicke, die sehr viel Geld kosten können, passieren schnell - man zerbricht versehentlich eine Glasscheibe, stößt eine Vase in einem Geschäft herunter oder verursacht als Radfahrerin bzw. Radfahrer einen Verkehrsunfall. Wenn eine Person dabei verletzt wird, muss der Verursacher nicht nur für den materiellen Schaden aufkommen, sondern auch Schmerzensgeld, Krankenhaus- und Rehabilitationskosten und das Gehalt des Geschädigten zahlen.
Für solche Fälle wird es empfohlen, eine private Haftpflichtversicherung abzuschließen, die nach der Klärung der Umstände für die Kosten aufkommen könnte. Eine Haftpflichtversicherung muss nicht zwingend abgeschlossen werden, wird aber empfohlen.